Besuch bei Imkerfreund Maurice
Maurice ist mit 400 Völkern Berufsimker in Australien – Cairns. Er hat seine Bienen in Freiaufstellung in den großen Obstplantagen. Maurice hat sich einen ganzen Tag Zeit genommen um uns seine Imkerei, die Völker, als auch seine Betriebsräume und Arbeitsweise zu zeigen.
Mit unserer Reisegruppe anlässlich der Apimondia haben wir den Berufsimker Maurice in Cairns besucht. Maurice bewirtschaftet 400 Völker in Langstroth-Beuten (Kästen mit der größten Verbreitung auf der Welt). Er stellt diese alle selbst in seiner eigenen Schreinerei her.
Maurice Bienenstöcke in einem Eukalytuswald, gegenüber von 50 Hektar Lychee- und Mangoplantagen.
Da er auf der Südhalbkugel lebt, hat sein Frühjahr im August begonnen. Hauptsächlich stehen seine Völker ca. 50 km entfernt im Tafelland in Obstplantagen. Er kann dort sortenreinen Honig ernten, wie Lycheehonig, Mangohonig, Avocadohonig und Passionsfruchthonig. Apfel, Birnen sind in seiner Gegend nicht zu finden, jedoch 1.000 km weitere südlich von Cairns, nähe Sydney und Melbourne.

Maurice mit einer Wabe Langstroth voll mit Lycheehonig. Wir durften auch schlecken. Vorzüglich!!
Des weiteren kann Maurice noch verschiedene Sorten von Eukalyptushonig ernten. Es ist in Australien der meist verbreitetste Baum und es gibt ca. 700 Arten von Eukalyptusbäumen.
Maurice hat nur eine kurze Winterszeit von 1-2 Monaten im Juni. Seine Völker können sich fast komplett selbständig ernähren, und er braucht trotz der Honigentnahme fast nicht mit Zucker zu füttern. Trotz dass es in Australien viel Zuckerrohr gibt, ist Zucker zum füttern der Bienen für den Winter sehr teuer.

Ein geöffnetes Volk. Der oberste Kasten ist voll mit Honig der Passionsfrucht. Wir durften alle naschen und keiner wurde gestochen.
Maurice hat in der Stadt Cairns eigene Betriebsgebäude zur Honigschleuderung und Weiterverarbeitung. Zu seinen Gerätschaften gehören eine automatische Entdeckelungsmaschine, 2 große Schleudern und eine Honigabfüllanlage. Maurice hat seine Gebäude und Geräte alle ordentlich und sauber, was für die Lebensmittelgewinnung sehr wichtig ist.

Einblick in Maurice seine Betriebsgebäude. Rechts die 2 Schleudern. Das Große in der Mitte ist sein Honigfass für 2 Tonnen und davor die Honigpumpen.
Zur Zeit muss Maurice sich keine großen Gedanken zu Bienenkrankheiten machen. Die Varroa (Milbe) ist noch nicht in Australien. Der kleine Beutenkäfer ist inzwischen in Australien, aber noch 200 km von seinen Völkern entfernt. Sicher wird er den kleinen Beutenkäfer in den nächsten 1-3 Jahren auch bekommen.
Ein Dankeschön an Maurice, dass er sich den ganzen Tag Zeit für uns genommen hat, um uns seine Imkerei zu zeigen. Zum Abschluss hat uns Maurice zum Grillen (BBQ) in seinem Garten eingeladen.
